Verein - Pressemeldungen

Verleihung des Enso-Nachwuchsförderpreises 2011

12.08.2011

Victoria lernt laufen

Sächsische Zeitung 24.September 2011

Hilfe für Victoria

Sächsische Zeitung 14./15. Mai 2011

Rastelli-Wettbewerb Kreisausscheid

Sächsische Zeitung 15. März 2010



Rastelli-Wettbewerb

Sächsische Zeitung 23. Januar 2010



ENSO-Nachwuchsförderwettbewerb 2009

Sächsische Zeitung 01. August 2009

Nachwuchskicker gehen nach Priestewitz

Sächsische Zeitung 03. Juli 2008

Birgit Ulbricht (SZ)


Dem Großenhainer Fußballverein laufen seit Jahren die Spieler davon – jetzt geht sogar eine komplette Mannschaft.

 

Dem Großenhainer Fußballverein 1990 e.V. (GFV) kommt in der neuen Spielsaison eine ganze Mannschaft abhanden. Die zweite F-Jugend wechselt samt ihrem Trainer Michael Zech zum SV Traktor Priestewitz. Die Austrittserklärungen liegen dem GFV bereits vor. Das bestätigte deren Vereinschef Gert Nitzsche der SZ. Auf die Frage, was beim GFV falsch läuft, antwortet Zech nur: „So ziemlich alles.“

Unter den sieben- bis achtjährigen Spielern gibt es hoffnungsvolle Nachwuchskicker. Mancher erinnert sich vielleicht an Franz-Josef Zech, der das Rastelli-Finale beim Dynamo-Cup 2007 mit 2 563 Ballberührungen gewann. Der Weggang solcher Talente ist für den Großenhainer Fußball schmerzlich. Vor allem deshalb, weil das zu häufig passiert. Die A-Jugend wird ohnehin immer wieder durch den Wegzug der jungen Leute geschwächt.

 

Kreisliga: Das gab's nie

 

Aber auch der Männermannschaft geht es nicht besser. Gute Spieler verabschiedeten sich mehrfach zu den Nachbarvereinen Priestewitz oder Zabeltitz. Spielerisch wurde der GFV jetzt endgültig nach unten durchgereicht. In der neuen Saison laufen die Großenhainer in der Kreisliga auf. Das hat es in der Geschichte des Klubs noch nie gegeben, sagt Gert Nitzsche. Die Stimmung ist dementsprechend am Tiefpunkt. Hauptsponsor Remondis ließ schon mal durchblicken, dass Bezirksniveau Pflicht sei für einen werbewirksamen Auftritt.

Unterdessen machen Gerüchte die Runde, Nitzsche würde sein Amt als Fußballpräsident abgeben. „Das werde ich nicht“, sagt Nitzsche, auf diese Frage angesprochen. Nitzsche trägt stattdessen einen verbalen Konter vor. Grund für die Misere des Großenhainer Vereins ist aus seiner Sicht das permanente Abwerben durch die Fußballer in Priestewitz oder Zabeltitz und selbst durch den Großenhainer Handballclub. Nicht umsonst habe man bisher im Jugend-bereich Spielgemeinschaften mit dem entfernten Tauscha oder Gröditz gebildet, statt mit den Nachbarn. Für die neue Saison haben sich nun Kalkreuth, Ebersbach und Großenhain zusammengetan.

 

Vom Bezahlfußball schon auf Kreisebene ist die Rede. In Zabeltitz und Priestewitz bestreitet man solche Anwürfe. Fritz Woitaß, bis vor kurzem Vereinschef in Zabeltitz, sagt zur bis-herigen Praxis: „Es gibt nur die offiziell vom DFB festgelegten Regelsätze für Aufwands-entschädigungen.“ Was die Vereine intern machten, sei allerdings deren Sache, schränkt auch er ein.

 

Nicht mit Geld gewunken

 

Viel mehr wurmt den Zabeltitzer, dass der GFV seine Spieler nicht freigibt, wenn die weg wollen. Die Folge: Die Kicker sind erst ab 1. November für den neuen Verein spielberechtigt. Da ist die Hälfte der neuen Spielserie bereits gelaufen.

Dass der GFV Abtrünnige regelmäßig sperrt, diese Erfahrung hat auch der Priestewitzer Vereinsvorsitzende Adolf Noppes gemacht. Aber: Kein einziger Spieler aus Großenhain habe je Geld erhalten oder sei damit gelockt worden. Und er verweist auf die eigene Fairness. Priestewitz schicke umgekehrt seine Jugendlichen nach Großenhain, wenn die Priestewitzer Mannschaften nicht vollzählig würden.

Die Krise des GFV macht Noppes dafür woanders aus. „Bei uns ist das Klima einfach in Ordnung und die Leitung geht mit den Sportlern ehrlich und offen um“, so Noppes. „Mir tut der Abstieg von Großenhain selber weh, denn wie die Stadt dasteht, ist auch für uns wichtig“, sagt er weiter. „Aber die Ursache für dieses Desaster sollten die Großenhainer bei sich selbst suchen.“

Traktor Priestewitz will Flutlichtanlage bauen

Sächsische Zeitung 03./04. Mai 2008

Luise Zschörnig (SZ)


Um Fördermittel beantragen zu können, muss der Verein oder die Gemeinde Eigentümer der benötigten Fläche sein.


Der Sportverein Traktor Priestewitz beabsichtigt, auf dem hinteren Sportplatz im Ort eine Flutlichtanlage zu errichten. Mit diesem Anliegen hatte sich der Vorstand im März dieses Jahres an die Gemeindeverwaltung gewandt. Der Verein hat die Chance, eventuell noch kurzfristig in diesem Jahr Fördermittel für sein Vorhaben zu bekommen. Beantragen kann er diese Mittel aber nur, wenn er selbst oder die Gemeinde Eigentümer des Grundstücks ist, auf der die Flutlichtanlage entstehen soll.

 

Zusatzausgabe ist gesichert

 

Hier liegt das Problem. Die Gemeinde ist zwar Eigentümer der gesamten Sportanlage. Aber die für die Lichtanlage zusätzlich benötigte Fläche ist im privaten Besitz und müsste zugekauft werden. Der Eigentümer ist bereit zu verkaufen.

Der Gemeinderat hatte vorige Woche über diese außerplanmäßige Ausgabe für das Haushaltsjahr 2008 und den Grundstückserwerb zu entscheiden. Die Kosten betragen 6500 Euro, inbegriffen Vermessungs- und Notarleistungen. Laut Beschlussvorlage ist die Deckung über eine zusätzliche Einnahme im Haushalt von rund 14700 Euro aus dem Verkauf von Grund und Boden an die Strießener Wohnungsverwaltung gewährleistet.

Gernot Dehnert (Bürgerliste Priestewitz Ost) befürwortete, dass die Gemeinde in Vorleistung geht und so dem Verein ermöglicht, dass er einen Förderantrag stellen kann. Bürgermeister Ernst-Georg Rendke (CDU) sagte: "Wir können nicht viel falsch machen. Der Verein ist der Antragsteller und Bauherr. Wenn sein Vorhaben scheitern sollte, kann die Gemeinde die Fläche auch weiterhin verpachten."

 

Antrag auf Förderung

 

Joachim Wilzki (Freie Bürgergemeinschaft) wollte ausschließen, dass der Gemeinderat mit dem Landkauf zugleich der Flutlichtanlage zustimmt. Er befürchtet, dass Folgekosten auf die Gemeinde zukommen könnten. Auch Achim Hutschenreuter (FDP) will den Flächenerwerb nicht als Zusage für die Flutlichtanlage verstanden wissen.

Adolf Noppes, der für den SV Traktor Priestewitz im Gemeinderat sitzt und Vorsitzender des Vereins ist, hielt dagegen, dass der Verein die Fußballanlage eigenständig und mit viel Engagement pflegt. Aus eigener Kraft habe er bereits die Flutlichtanlage am Hartplatz errichtet und den Umbau des Sportlerheimes bewältigt. Auch die Errichtung und der Betrieb der neuen Flutlichtanlage ginge zu Lasten des Vereins. "Fördermittelantrag und Bau werden nur genehmigt, wenn wir die Finanzierung absichern können", sagte er. Laut Sportförderrichtlinie könnte der Verein 30Prozent Förderung bekommen. Empfohlen wird, dass sich die Gemeinde mit zehn Prozent beteiligt. "Dann hätten wir immer noch 60Prozent der Kosten aufzubringen", so Noppes.

 

Reger Zuwachs im Verein

 

Dass der Verein diese Maßnahme jetzt plant, hat einen guten Grund: "Wir haben einen regen Zuwachs an Aktiven. Die Abteilung Fußball hat 150 Mitglieder", sagte Noppes. "Da reicht ein beleuchteter Trainingsplatz nicht mehr. Die Spieler trainieren in der Regel nachmittags und abends." Der SV Traktor Priestewitz zählt zu den Topadressen in der Kreisliga Riesa-Großenhain. "Wir wollen diesen Ruf und unseren Freizeitsportlern weiterhin gute Trainingsbedingungen sichern."

 

Bei je zwei Stimmenthaltungen befürwortete der Gemeinderat die außerplanmäßige Haushalts-ausgabe sowie den Grundstückserwerb für den beabsichtigten Bau der Flutlichtanlage.